Gescripte Games erreichen Unterhaltungswert von Hollywoodfilmen
Scripte werden nicht nur dazu benutzt, Spiele zu programmieren.
Vielmehr findet sich eine Art von Scripts in den Spielen selbst
wieder. Einige Spiele erzählen mitunter komplexe Geschichten
und reichen vom Unterhaltungswert daher an Hollywoodfilme heran.
In den Spielen kommt es daher vermehrt zu so genannten gescripteten
Szenen.
In einer solchen Situation löst der Spieler durch seine Eingabe
eine Szene aus, die er nicht wie üblich beeinflussen kann. Vereinzelt
kann er noch die Kamera bewegen, um sich bei einer gescripteten Fahrt
durch eine Höhle, eine gegnerische Festung oder ganz einfach
durch die Landschaft mit einem Fahrzeug umzuschauen. In Ego - Shootern
ist das Script ein beliebtes Mittel, um die Atmosphäre anzuheizen
und dem Spieler die Story des Spiels näher zu bringen oder weiter
zu erzählen. Solche Einlagen sorgen meist mächtig für
Stimmung und machen dem nun zum Zuschauer "degradierten"
Spieler viel Freude.
Umgekehrt kann es auch zu Verstimmungen führen, wenn man bei
Rennspielen feststellen muss, dass der zufällige Unfall des vorausfahrenden
Gegners sich immer genau an der gleichen Stelle ereignet und nicht
etwa einem ausgeklügelten Zufalls - Algorithmus geschuldet ist.
Dem Spieler geht dabei schnell das Gefühl verloren, wirklich
etwas erreicht zu haben, wenn er das Rennen aufgrund dieses Zwischenfalls
gewinnen sollte. Zufällige gegnerische Kollisionen lassen ansonsten
das Renngeschehen wesentlich realistischer wirken und geben dem Fahrer
das Gefühl, nicht gegen Maschinen sondern gegen echte Gegner
mit der Möglichkeit auf Fahrfehler anzutreten. Diese sollten
aber wirklich zufällig und nicht vorprogrammiert sein.
Auch bei Strategiepielen wie z.B. Spellforce 2: Shadow Wars kommt
es zu kleinen eingespielten Szenen, in denen der Spieler aber auch
Dialoge führen muss. Dies ist dem Spielprinzip geschuldet, das
zwei Genre - Arten, nämlich Action-Adventure-Rollenspiel und
Echtzeitstrategie miteinander verbindet und auf diese Weise eine Geschichte
erzählt.
Wirklich gute Skript-Szenen fallen dem Spieler gar nicht auf, weil
er viel zu sehr damit beschäftigt ist, der spannenden Geschichte
zu folgen. Auch gibt es hier teilweise Mischformen, wobei der Spieler
die Figur nur noch wenig bewegen kann und seine Handlungsmöglichkeiten
eingeschränkt sind. Ein gutes Beispiel hierfür sind die
Visionen des Hauptprotagonisten "Point Man" im bahnbrechenden
Horror - Shooter "F.E.A.R.".
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