Majordomo - Verwaltungsapplikation für elektronische Mailinglisten
Majordomo - Der Listenmoderator zeigt sich verantwortlich für
seine Mailing-Liste einschließlich Qualitätskontrolle
und Archivierung von Fachbeiträgen.
Das Listenverwaltungsprogramm Majordomo wurde zunächst auf einen
Großrechner installiert, sagen wir einmal auf dem Server von
uni-beispiel.com. Jeder der eine (Gruppen)Liste erstellen wollte und
sich später dafür auch verantwortlich zeigte, konnte einen
Antrag auf einen Listennamen an den Uni-Serververwalter stellen. Bei
den eingereichten Listennamen sollten es sich nach Möglichkeit
um sprechende Namen handeln, also bwl@, mensa@ uws. Hinter der jeweiligen
Gruppenliste, nennen wir die bewilligte und eingerichtete Liste einmal
gruppe@uni-beispiel.com standen dann sämtliche E-Mail-Adressen
der Personen, die sich an diesem Thema beteiligten wollten. Die Listenteilnehmer
richteten also ihre Information nicht mehr an die einzelne E-Mail-Adresse,
sondern an die Listenadresse (in unserem Beispiel) gruppe@uni-beispiel.com.
Die Listenadresse diente dann als Mail-Verteiler. Die E-Mail-Adressen
hinter der Listenadresse wurden von dem jeweiligen Listenmoderator
(auch Listeninhaber) ergänzt, verändert, also aktualisiert
- oder er hatte die Liste freigeschaltet und die Teilnehmer konnten
sich selbst eintragen. Allerdings zeigte sich der Listenmoderator
(Listeninhaber) für die Verwaltung der eingehenden Beiträge
verantwortlich. Der Vorteil dieses Verfahrens: das Wissen um die Verwaltung
der Interessengemeinschaft brauchte nur einer aus der Interessengruppe
zu haben.
Der Listenmoderator (Listeninhaber) konnte seine Listenadresse
(gruppe@uni-beispiel.com) mit unterschiedlichen Rechten versehen.
So konnte er beispielsweise vorgeben, dass sämtliche Informationen
die zur Verteilung versandt werden sollen, nur über ihn freigeschaltet
wurden, er konnte die Rechte auch so einstellen, dass jeder aus
der Gruppe über die gruppe@uni-beispiel.com seine Informationen
sofort an alle hinterlegten Mail-Adressen versenden konnte. Je nach
Einstellung der Rechte sprach man dann von einer moderierten oder
unmoderierten Liste. Sollten die hinter der Gruppenliste stehenden
E-Mail-Adressen ergänzt oder verändert werden hatten die
Teilnehmer ihre Wünsche nicht an die Listenadresse zu senden,
sondern an das Listenverwaltungsprogramm mit der Mail-Adresse majordomo@uni-beispiel.com.
Der jeweilige Listeninhaber konnte seine Liste dann über eine
Konfigurationsdatei verändern. Selbstverständlich war
diese Liste Passwort geschützt.
Wie bei jeder (heutigen) E-Mail (auch), waren für eine E-Mail
die E-Mail-Adresse, die Betreffzeile und ein Text notwendig. Allerdings
waren E-Mails an den Serververwalter etwas kompliziert: Jede "Anweisung"
musste mit einer neuen Zeile beginnen, war die Anweisung länger
als eine Zeile, so musste die Information am Ende der Zeile mit
einem \ "unterbrochen" werden. In der Re-Mail vom Serververwalter
kam die Betreffzeile als Text-Information wieder zurück.
Lesen Sie weiter bei dem Anmeldeverfahren
eines neuen Teilnehmers in einer Liste.
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