PHP - benutzen
PHP-Code ist ein Skript, das serverseitig verarbeitet wird. Das bedeutet,
dass der Quelltext des Skripts nicht an den Webbrowser übermittelt
wird, so wie das bei JavaScript der Fall ist. Der PHP Interpreter
befindet sich nicht im Browser des Benutzers, sondern auf dem Web-Server.
Erst das durch den PHP-Interpreter erzeugte Ergebnis wird dann an
den Browser gesendet. In den meisten Fällen ist das ein HTML-Dokument,
das dann im Browser angezeigt werden soll. Aber es ist mit PHP auch
möglich, andere Dateitypen, wie Bilder, PDF-Dateien, oder auch
XML zu generieren. XML wird zum Beispiel in Verbindung mit JavaScript
für AJAX Anwendungen benötigt.
Um eine PHP-Datei im Rahmen einer Webanwendung ausführen zu
können, benötigt man ein System, das mit den in der Datei
enthaltenen Anweisungen umgehen kann. Aus diesem Grund wird durch
eine Schnittstelle, wie ISAPI oder CGI, der Interpreter von einem
Server-Daemon oder Server-Dienst, wie Apache ausgeführt. Die
Kombination von Linux/Windows/OS X als Betriebssystem, Apache als
Webserver, MySQL als Datenbanksystem und PHP wird LAMP (für
Linux), WAMP (für Windows) oder MAMP (für OS X). Fertige
LAMP-, MAMP- und WAMP-Pakete, die das einzelne Laden und Konfigurieren
von Paketen aus dem Internet unnötig machen, werden etwa im
Projekt XAMPP entwickelt. Hiervon gibt es Versionen für Linux,
Solaris, Windows und Mac OS X.
Die serverseitige Ausführung bietet einige Vorteile. Beim
Client (Browser) sind keine Besonderheiten erforderlich, so können
keine Inkompatibilitäten auftreten wie bei den verschiedenen
Ausprägungen von JavaScript. Der PHP-Quelltext bleibt auf dem
Server und nur die generierten Daten sind für den Besucher
sichtbar. Gleiches gilt für andere Ressourcen wie Datenbanken,
die daher keine direkte Verbindung zum Client benötigen.
Ein Nachteil ist, dass jede Aktion des Benutzers erst beim erneuten
Aufruf der Seite erfasst wird. Da PHP normalerweise in einer Webserver-Umgebung
läuft, unterliegt es auch dem zustandslosen HTTP. Jede PHP-Seite
belastet den Webserver durch den Interpreter, zudem arbeitet der
Interpreter den Quelltext bei jedem Aufruf erneut ab. Das mindert
die Reaktionsgeschwindigkeit des Servers und erhöht die Last.
Um dem entgegenzuwirken, stehen verschiedene Bytecode-Caches zur
Verfügung, die eine zur Ausführung vorbereitete Version
des Programms zwischenspeichern und somit den Zugriff auf diese
Datei beim nächsten Aufruf beschleunigen.
Mit PHP lassen sich auch kommandozeilen Skripte schreiben, die
vom Internet unabhängig sind. Die GTK-Erweiterung stellt sogar
eine Programmierschnittstelle für eine grafische Oberfläche
zur Verfügung, für die weder ein Webserver noch ein Browser
benötigt werden. Die ersten Versionen der Schnittstellen zur
grafischen Oberfläche und zu anderen Betriebssystemfunktionen
waren spärlich und wurden kaum verwendet. Die aktuell entwickelte
PHP-GTK-Version 2 strebt hingegen eine Abdeckung der GTK-API von
95% an. Gegenwärtig wird PHP jedoch vor allem auf Webservern
genutzt.
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